Der Sprechpunkt
(frei nach Eugen Roth)
Ein Mensch, der täglich online schwätzt,
merkt oft, dass ihn das wenig setzt.
Man schreibt sich kurz, man klickt sich klug,
doch manches bleibt dabei Betrug.
Denn Worte leben erst so recht,
wenn einer lacht und keiner fecht’.
Ein Nicken hier, ein Blick daneben –
das macht den Stadtteil erst zum Leben.
Drum stellt man schlicht an einen Ort
ein kleines Podest hin fortan dort.
Wer mag, der steigt die Leiter rauf
und nimmt den Faden einfach auf.
Man redet über Baum und Bank,
Verkehr, den Lärm, den Müllgestank.
Und mancher, der nur horchen wollt’,
geht heim, weil ihm ein Gedanke grollt.
Am Großneumarkt steht sie sodann
als Hommage, die erinnern kann:
An Uwe Timms erste Geschichten,
die hier begannen, schlicht und lichten.
So wird aus einer kleinen Leiter,
der Stadtteil offner, klüger, heiter.
Denn wo man redet, statt zu schrei’n,
zieht meist ein gutes Miteinander ein.

Neben Themen wie Stadtlärm, Natur, Verkehr und Sauberkeit bietet der Sprechpunkt als vorgelagerter Klönschnack einen einfachen Ort für den Austausch im Stadtteil. Die Bewohner sind das Gedächtnis und das Erfahrungswissen ihres Quartiers – sie möchten zuhören, miteinander reden und Erfahrungen teilen, nicht alles in digitale Chats verlagern.
Grundsätzlich ist die freie Ansprache nach dem Vorbild der klassischen Speakers’ Corner zulässig – sogar von einer mitgebrachten Leiter aus. Der öffentliche Raum lebt davon, dass Menschen sich begegnen und spontan miteinander ins Gespräch kommen. Ähnlich wie beim jugendlichen „Cornern“ kann man sich grundsätzlich überall verabreden.
Soll ein Sprechpunkt jedoch dauerhaft eingerichtet werden – etwa durch eine Leiter oder eine kleine Plattform, die zur allgemeinen Nutzung vor Ort verbleibt –, ist eine Genehmigung für den Standort erforderlich. Die Chancen steigen, wenn der Sprechpunkt zugleich als Kunst- oder Erinnerungsort von öffentlichem Interesse gestaltet wird.
Beispiel: Großneumarkt
Der Sprechpunkt am Großneumarkt wird als Hommage-Skulptur an die „Keimzelle des Schreibens“ von Uwe Timm verstanden. Er erinnert an den Ort, an dem die Erzählungen aus Tante Gretes Küche den jungen Uwe Timm prägten und später sein literarisches Werk beeinflussten. So verbindet der Sprechpunkt Erinnerungskultur mit gelebter Nachbarschaft: ein Platz, an dem Menschen Geschichten erzählen, zuhören und miteinander ins Gespräch kommen – ganz im Geist der literarischen Tradition der Hamburger Neustadt.
1. Beispiel Grossneumarkt,
Dieser Sprechpunkt wird gekennzeichnet als “Hommage Skulptur” an die “Keimzelle des Schreibens” von Uwe Timm, Hintergrund auf der Stadtteilspalte “Neustadt”


neues Klönschnack Projekt am Großneumarkt, Kernzeit (nebenan.de link) immer Samstags nach den Wochenmarkt, ein weiteres Mitmach Projekt entwickelt sich am “SchattenPlatz“

hier kann gezielt auch über Stadtteilthemen gesprochen werden. Patenschafts Projekte wie
einkaufen, Besuch der Stadtteil Gremien, pflanzen bzw gardening, Bücher, Grün Patenschaften, Toiletten Patenschaften, Lindenrettung usw können hier ersonnen und weiterentwickelt werden…
Bei der Stadtteilkonferenz am 22. Juli 25 ab 19h wird hier an der Wursttreppe auch wieder über die Platzentwicklung diskutiert werden
Beim Großneumarktfest Drunter und Drüber am 26. Juli 25 werden wir an der Wursttreppe ( Keimzelle seines Schreibens ) wieder Treppendiskussionen auch zu unseren Platz-Linden führen. Auch mit dem Ziel, ein Beteiligungsverfahren zur Platzgestaltung Großneumarkt zu besprechen. Hier gibt es seit Entdeckung der Currywurst keine Sitzmöglichkeiten mehr.
